Artikel & Linktipps: Mai 2006
Eine lustige Aktion, von der ich erst heute erfahren habe: Aus kleinen Mosaik-Steinchen werden die allseits bekannten Figuren aus dem Konsolen-Klassiker Space Invaders an Häuserwänden, Brücken, Treppen etc. angebracht.

(Foto: Lee Maguire, cc)
Was ein bis heute anonym gebliebener vor ein paar Jahren begonnen hat, hat sich mittlerweile über die ganze Welt verbreitet. So findet man die kleinen Gesellen in New York genauso wie in Berlin, Istanbul oder Bangkok. Es gibt rund um die Welt zahlreiche Nachahmer, die meisten werden allerdings immer noch vom “Space Invader” persönlich angebracht. Für manche Städte gibt es sogar gedruckte “Invasion Maps”, anhand derer man alle lokalen Invader finden kann.
Mehr Infos und Fotos gibts auf der offiziellen Seite und natürlich bei flickr. Ein Space Invasion Blog gibt es selbstverständlich auch.
Die ohnehin schon tolle Firefox Extension bekommt einen JavaScript Debugger. Goodbye Venkman!
Pop Up ist eine jährlich in Leipzig statt findende Veranstaltung rund um alternative Musik. Kern der Popup ist eine eintägige Messe, auf der sich Labels, Künstler, Magazine und Veranstalter präsentieren und austauschen können. Drumherum ranken sich allerlei Konzerte, Lesungen und Workshops. Auf die Messe zu gehen macht eigentlich mehr Sinn, wenn man ein wirkliches Ziel verfolgt und sich etwas vorbereitet hat. Wir sind daher leider etwas kopflos durch die Reihen gewandert, ohne so recht zu wissen, was wir uns anschauen sollten. Dennoch ist die Atmosphäre dort sehr angenehm und ich bewundere immer wieder mit welcher Hingabe und Liebe zum Detail kleine Labels Musik vermarkten, verpacken und präsentieren.

Abends gings zunächst zu Lesung von Thomas Venker und Felix Klopotek im Hotel Seeblick. War ganz nett, aber nicht wirklich fesselnd, was auch an der nicht vorhandenen Inszenierung gelegen haben mag: Die Vorlesenden wurden weder durch spezielles Licht, noch durch eine genügend laute Soundanlage unterstützt, was das ganze etwas untergehen ließ. Auf der Lesung haben wir zwei Mitglieder des Organisationsteams des Auerworld Festivals kennen gelernt, auf das ich unbedingt hinweisen möchte. Das ganze findet wohl unter einer Art natürlichem Dach aus Weidenbäumen statt, sicher eine interessante Sache.
Nach der Lesung sind wir wild die Karl-Liebknecht-Straße hoch und runter, um die verschiedensten Konzerte zu besuchen. Radar im UT Connewitz, welches eine unglaublich coole Location ist.

Danach noch zu Blackmail im Volkshaus/Gartensaal. Die waren wirklich toll, bis auf ein nerviges, nie enden wollendes, achziger-Jahre Proll-Geschrammel am Ende des letzten Liedes. Für sowas bin ich mittlerweile wahrscheinlich zu alt.

Gesehen gestern am Connewitzer Eck
Woran erkennt man, dass es mit Deutschland aufwärts geht? Wenn das Erste zur WM bloggt und die Krankenkasse anfängt zu podcasten. Jetzt fehlt nur noch ein Tumblelog von Frau Merkel, dann ist alles in Butter.
oder
Lessons learnt from rebooting, Part 2:
Über den Einsatz von negativen Margin-Werten kann man streiten. Ich finde es jedenalls nicht verwerflich sondern sogar sehr praktisch, wenn man z.B. einzelne Elemente aus der umschließenden Layoutbox herausragen lassen möchte. Auf meiner neuen Seite habe ich an diversen Stellen negative Margin-Angaben benutzt, z.B. für die Bilder der Arbeitsproben. Die grauen Ränder sollten aus dem Satzspiegel herausragen, so dass die eigentliche Bildkante bündig am Text ausgerichtet ist. Kein Problem: Einfach den Bildern links einen negativen Margin-Wert von der Stärke des Rands zuweisen, fertig.
img {
border: 6px solid #E5E6E9;
margin-left: -6px;
}

In Safari sieht das auch ganz prima aus. Leider aber nicht in unserem Lieblingsbrowser, dem Internet Explorer. Dort wird alles, was nach links übersteht, einfach abgeschnitten:

Erster Lösungsansatz bei einem solchen Problem: Man muss dem überstehenden Element “Layout” geben. In diesem speziellen Fall ist dies allerdings bereits der Fall, da es sich um ein img Element handelt. Will man zum Beispiel einem div oder einem h1 Element “Layout” geben, ist die einfachste Lösung, eine Breitenangabe (width) für das Element festzulegen. (Weitere Möglichkeiten findet ihr hier). Damit das ganze auch im IE6 funktioniert ist zusätzlich noch die Angabe position:relative nötig. In meinem Fall also:
img {
border: 6px solid #E5E6E9;
margin-left: -6px;
position: relative;
}
Für ein Element, dass nicht von Hause aus “Layout” hat:
#herausragend {
margin-left: -10px;
width: 100px;
position: relative;
}
Zum Weiterlesen:
Eines meiner populärsten Postings ist Das Leipzig DSL-Desaster, kein Wunder bei dem Google Ranking.
Letzte Woche hab ich mal wieder auf gut Glück DSL bei der Telekom bestellt und heute erreicht mich folgende Mail (in Auszügen):
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank! T-DSL, Ihr Turbo fürs Internet, wird Sie begeistern! […] Voraussichtlich bereits ab KW 22/06 können Sie mit Highspeed durch das weltweite Netz surfen. […]
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von www.t-com.de
Sollten doch noch Zeichen und Wunder geschehen?
Update: Nein, es geschehen keine Zeichen und Wunder. Heute Nachmittag kam die Absage.
oder auch
Lessons learnt from rebooting, Part 1:
Einen kleinen CSS-Trick möchte ich gerne an euch weitergeben. Bei meinem Relaunch habe ich Bilder als Bullet-Points benutzt, was man ja sehr schön per CSS machen kann:
ul {
list-style-image: url(bullet-galore.gif);
}
Leider hatte ich bei dieser Lösung das Problem, dass a) das Bild in manchen Browsern vertikal zum Text stets etwas nach oben versetzt dargestellt wurde und b) die Höhe des Bildes die Höhe der Listenpunkte beeinflusst hat.

Zu einer schicken Lösung bin ich dank Dan Cederholms Buch Web Standards Solutions gekommen, der für Bilder als Bullet-Points einfach das background-Attribut benutzt. So kann man das Bild genau ausrichten und hat keines der beiden oben beschriebenen Probleme:
ul {
list-style: none;
}
li {
background: url(bullet-galore.gif) 0 50% no-repeat;
padding-left: 15px;
}

Die 50% Angabe funktioniert allerdings nur bei einzeiligen Listenpunkten. Wenn der Text umbricht, sollte man auf eine Pixel- oder em-Angabe umstellen.
Es war etwas ruhig hier in letzter Zeit und das hat auch einen Grund: Ich habe in den letzten Wochen meine Portfolio-Seite komplett überarbeitet. Und weil es sich zeitlich anbot, hab ich auch gleich noch beim heute statt findenden CSS Reboot Spring 2006 mitgemacht. Diesmal sind gut 1400 Rebooter dabei, eine Riesensache also.
Und noch eine frohe Kunde: minimalweb is running on Rails! Ist für eine reine Portfolio-Seite vielleicht etwas übertrieben, aber es war eine gute Gelegenheit, um meine Ruby-on-Rails-Kenntnisse zu vertiefen. Und eine enorme Arbeitserleichterung war es obendrein. In Windeseile hatte ich eine komplette Administrationsumgebung, inklusive Datenbank und Textile-Support aufgebaut.
Bei der Umsetzung bin ich auch im HTML/CSS-Bereich auf ein paar interessante Webdesigner-Themen gestoßen, aber dazu demnächst mehr. Sowas sollte man nicht um 3:14 Uhr zusammenhacken.